Schulsozialarbeit in der Mittelschule Altendorf
Autor/Quelle: Reaktion KaSch | Montag, den 02. Januar 2012 um 11:39 Uhr
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Die Altendorfer Schule hat eine lange Geschichte. 1898 wurde das heutige Schulgebäude mit 465 Knaben und Mädchen eingeweiht. Im zweiten Weltkrieg wurde die Schule durch Artilleriebeschuss beschädigt, aber schon am 1. Oktober 1945 wurde der Schulbetrieb mit 1350 Schülern in 38 Klassen unter großen Schwierigkeiten wieder aufgenommen. Ab 1951/52 verband ein Zwischenbau die beiden Schulgebäude, neue Toiletten wurden eingebaut, Räume im Turnhallengebäude zunächst als Werkraum, später als Umkleideräume genutzt. 1977 erhielt die Schule den Namen „Oleg Koschwoi“ nach einem russischen Jugendlichen, der im Zweiten Weltkrieg mit anderen Komsomolzen gegen die Besatzung seiner Heimatstadt durch die faschistische Wehrmacht kämpfte und dabei bestialisch ermordet wurde. Ende der 1970er Jahre wurde die Schule rekonstruiert und erhielt 1992/93 als Realschule mit wirtschaftlichem und sprachlichem Profil den Namen „Mittelschule Altendorf“. Heute lernen hier 198 Schüler in acht Klassen. Im über mehrere Jahre gründlich restaurierten Gebäude ist ebenfalls die Grundschule Altendorf untergebracht.
Seit einem reichlichen Jahr hat die Mittelschule nun auch eine Schulsozialarbeiterin. Es ist Noreen Morgenstern vom Verein Selbsthilfe-Wohnprojekt Further Straße e.V. (SWF), die hier eine halbe Stelle innehat. Sie erzählt: „Die Schule hatte den Antrag beim Jugendamt gestellt, weil es mit einigen Schülern Schwierigkeiten gab. Die Polizeit hat das Anliegen unterstützt und so wurde die Stelle eingerichtet. Zunächst habe ich mit der Einzelfallhilfe angefangen und außerdem ein Projekt mit den 5. Klassen zur besseren Integration in den neuen Klassenverband initiiert. Dieses Projekt realisieren die Schüler der 8. Klassen. Es läuft gut, die Ergebnisse werden laufend an einer Pinnwand veröffentlicht.“ Die Kooperation mit dem Schülerrat sowie die Abstimmung mit der Lehrerschaft gehören ebenso zu ihren Aufgaben wie die Unterstützung der 10er in ihrem letzten Schuljahr oder die Unterstützung bei der Gestaltung besonderer Höhepunkte im Schulalltag. Noreen Morgenstern ist Ansprechpartnerin für viele Sorgen und Nöte der jungen Leute. „Ich denke, es ist vorteilhaft, dass ich selbst noch jung bin und die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen kenne. Außerdem verteile ich keine Noten, gebe keine Bewertungen ab. Natürlich hat die Einzelfallhilfe Priorität. Dabei arbeite ich eng mit den Eltern und den Lehrern zusammen und nutze das gut funktionierende Chemnitzer Jugendhilfe-Netzwerk.“ Ein Schuljahres-Höhepunkt, an dem auch die Schulsozialarbeiterin ihren Anteil hatte, war die Vorbereitung und Durchführung des großen Schulfestes im Dezember dieses Jahres. Für die Zukunft denkt Noreen Morgenstern über besondere Projekttage oder ein Streitschlichter-Projekt nach, aber das braucht alles noch etwas Zeit.
Link zum Förderverein der Schule: www.fv-ms-altendorf.de
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